Lungenkrebs - Diagnose und Behandlung

Lungenkrebs -
Diagnose und Behandlung

Lungenkrebs: Was ist das?

Als Krebs bezeichnet man allgemein bösartige Neubildungen, die durch die Entartung körpereigener Zellen entstanden sind. Krebszellen zeichnen sich durch einen veränderten Zellaufbau, das Einwachsen in umliegendes Gewebe und die Fähigkeit, Tochtergeschwülste (Metastasen) auszubilden aus.

Lungenkrebs ist eine der häufigsten Krebsarten und betrifft Männer etwa dreimal so oft wie Frauen. Da Lungenkrebs von den Zellen der Bronchien innerhalb der Lunge ausgeht, spricht man auch vom Bronchialkarzinom.

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Formen von Lungenkrebs: die sog. kleinzelligen und die nicht kleinzelligen Bronchialkarzinome. Die Unterscheidung betrifft das Aussehen der Tumorzellen, aber auch das biologische Verhalten der Tumoren und ist im Hinblick auf die Therapie von Bedeutung.

Lungenkrebs: Entstehung

Lungenkrebs ist eine der wenigen Krebsarten, bei denen die Hauptrisikofaktoren gut bekannt sind. Hauptrisikofaktor für die Erkrankung ist Tabakrauch, im Wesentlichendas Rauchen von Zigaretten. Menschen, die rauchen, haben gegenüber Nichtrauchenden ein bis zu 30-fach erhöhtes Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Bei Männern sind bis zu 90 % der Lungenkrebsfälle auf das Rauchen zurückzuführen, bei Frauen derzeit bis zu 60 %.

Lungenkrebs: Symptome

Lungenkrebs erkennen ist schwierig: Er macht im Frühstadium nur selten Beschwerden. Eine gezielte Früherkennungsuntersuchung gibt es nicht. Zu den Symptomen, die man, vor allem wenn man raucht, unbedingt ärztlich abklären lassen sollte, zählen ein neu aufgetretener, anhaltender Husten, ein sich verschlechternder chronischer Husten und  Auswurf mit oder ohne Blutbeimengungen. Atemnot, Fieberschübe, allgemeine Abgeschlagenheit und Gewichtsverlust sind meist Anzeichen eines schon weiter fortgeschrittenen Lungenkrebses.

Lungenkrebs: Diagnose

Zeigt die Lunge im Röntgenbild verdächtige Veränderungen, sind weitere Untersuchungen erforderlich. Nur eine Gewebeprobe kann letztendlich die Diagnose Lungenkrebs bestätigen. Diese gewinnt man mit Hilfe einer Spiegelung der Atemwege, der Bronchoskopie, bei der ein Schlauch über die Luftröhre in die Bronchien vorgeschoben wird, so dass eine gezielte Probenentnahme an verdächtigen Stellen möglich ist. Diese Untersuchung erfolgt in der Regel in Narkose. Finden sich in den Gewebeproben Krebszellen, stellt sich die Frage, wie der Tumor sich ausgebreitet und ob er bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) in anderen Organen gebildet hat. Zur Klärung sind weitere Untersuchungen nötig, u. a. Computertomographie des Brustraums und des Bauchraums mit Kontrastmittel und ggf. eine Skelettszintigrafie, die Hinweise auf Knochenmetastasen liefert. Auch eine Computertomografie oder Kernspintomographie des Gehirns kann angebracht sein. Wichtig ist zudem die Überprüfung der Herz- und Lungenfunktion im Hinblick auf die Verträglichkeit der Behandlung.

Lungenkrebs: Therapie

Die Lungenkrebs-Behandlung richtet sich nach dem Ausbreitungsgrad und dem Typ des Karzinoms. Beim nichtkleinzelligen Lungenkarzinom gibt es im Wesentlichen die Behandlungsmöglichkeiten Operation, Bestrahlung und Chemotherapie. Zusätzlich könnten sich neue Strategien bewähren, die direkt in die Wachstumskontrolle der Tumorzellen eingreifen, z.B. Wachstumssignale blockieren. Welche Verfahren allein oder in Kombinationen eingesetzt werden, hängt vom Stadium der Erkrankung ab. Hat der Tumor bereits Metastasen gebildet, ist keine dauerhafte Heilung zu erwarten. Die Behandlung hat das Ziel, den Lungenkrebs unter Kontrolle zu bringen, Symptome zu lindern und die Lebensqualität möglichst lange zu erhalten.

Das kleinzellige Lungenkarzinom bildet häufig schon in frühen Stadien kleinste Metastasen. Weil es zudem empfindlicher für eine Chemotherapie ist, steht diese in der Behandlung des kleinzelligen Karzinoms an erster Stelle. Nur sehr kleine Tumoren werden primär operiert, gefolgt von einer Chemotherapie und bei befallenen Lymphknoten auch einer Strahlentherapie. In allen anderen Fällen mit örtlich begrenzter Erkrankung besteht die Behandlung in Chemotherapie gefolgt von Strahlentherapie oder in einer kombinierten Chemo-Strahlentherapie mit dem Ziel der vollständigen Tumorrückbildung. Dies gelingt bei bis zur Hälfte der Patienten. Allerdings kommt es im weiteren Verlauf trotzdem häufig zu einem Rückfall, der dann weit weniger gut zu behandeln ist.

Nähere Informationen zur Erkennung und Behandlung von Lungenkrebs bekommen Sie über unsere telefonische Infoline oder per Mail. Alle Kontaktdaten finden Sie auf unserer Kontaktseite.