Augenimplantate

Augenimplantate

Die aktuellsten und spektakulärsten Fortschritte im Bereich der Chirurgie am Auge betreffen die Entwicklung von Implantaten zur Korrektur von Sehfehlern, die bislang als praktisch unbehandelbar galten. Im Zentrum steht der Ersatz der menschlichen Netzhaut durch Implantate.

Retina-Implantate sind Sehprothesen für stark sehbehinderte oder blinde Menschen, deren Rezeptorzellen der Netzhaut (Retina) krankheitsbedingt ihre Funktion verloren haben, wie dies etwa bei fortgeschrittener Retinitis pigmentosa (RP) vorkommt.

Es gibt verschiedene Ansätze, die Funktion degenerierter Rezeptorzellen der Netzhaut künstlich zu ersetzen. Das Funktionsprinzip ist aber im Wesentlichen identisch: Bilder der Umgebung werden in elektrische Impulse umgewandelt und an die Nerven weitergegeben.

Dies verspricht speziell im Fall von Retinitis pigmentosa leidenden Blinden eine Rückkehr der Sehkraft, da in solchen Fällen nur die oberen Schichten der Netzhaut beschädigt sind und der Rest des Sehsystems zur Weiterleitung der künstlich geschaffenen Lichtimpulse verwendet werden kann.
Bis zur allgemeinen Anwendung werden allerdings noch Jahre vergehen.

Mittlerweile an 5000 Patienten weltweit erprobt ist das sogenannte Kamra-Inlay, ein Implantat aus hauchdünnem Kunststoff, das vor der Pupille in die Hornhaut eingesetzt wird speziell bei Altersweitsichtigkeit künftig eine Lesebrille überflüssig machen könnte. Voraussetzung ist allerdings eine gesunde, ausreichend dicke Augenhornhaut.

Bei dem ambulanten Eingriff löst der Arzt mittels Augenlaser eine hauchdünne Scheibe der äußeren Hornhautschicht ab. Danach wird die "Kamra-Linse" über der Pupille in das Hornhautgewebe eingesetzt. Eine Naht ist nicht erforderlich. Die "Kamra-Linse" erzeugt, ähnlich wie eine Lochblende beim Fotografieren, größere Tiefenschärfe. Nachteile hat das Implantat allerdings beim Sehen in der Ferne: Der Fernsicht-Eindruck wird etwas dunkler und minimal unschärfer. Daher setzten Augenchirurgen die Linse in nur ein Auge ein - und zwar in das nicht dominante, das normalerweise beim Fotografieren durch den Kamerasucher blicke. Das andere Auge gleicht den Fernsicht-Mangel aus.

Stets auf dem letzten Stand der Wissenschaft berät Sie das Team der Wiener Privatklinik gerne über die Möglichkeiten, die die neueste Implantat-Technik bietet.

Nähere Informationen bekommen Sie über unsere telefonische Infoline oder per Mail. Alle Kontaktdaten finden Sie auf unserer Kontaktseite.