10 Jahre WPK Central European Academy Cancer Center: Moderne Krebsmedizin und personalisierte Therapie
Das WPK Academy Central European Cancer Center (WPK ACECC) feiert sein 10-jähriges Bestehen. Seit der Gründung im Jahr 2016 hat sich das Center zu einem internationalen Onkologiezentrum entwickelt. In den vergangenen zehn Jahren wurden 20.823 onkologische Patient:innen behandelt, davon 8.877 internationale Patient:innen aus 39 verschiedenen Ländern. Der Anteil internationaler Patient:innen liegt damit bei rund 43 %.
Auch die Zahl der jährlich behandelten Patient:innen hat sich in diesem Zeitraum mehr als verdreifacht: von rund 800 Patient:innen im ersten Jahr auf 2.584 im Jahr 2025.
Das WPK ACECC wurde 2016 an der Wiener Privatklinik von Prof. Christoph C. Zielinski gegründet und über das vergangene Jahrzehnt geleitet. Von Beginn an wurde auf ein multidisziplinäres Modell der Krebsversorgung gesetzt, bei dem die Expertise mehrerer medizinischer Fachrichtungen zusammengeführt wird, um komplexe Diagnosen zu beurteilen und individuelle Behandlungsstrategien festzulegen.
„Als wir das Center vor zehn Jahren gegründet haben, war unser Ziel, ein Modell der Krebsversorgung zu schaffen, bei dem Patienten mit komplexen Diagnosen von der gebündelten Expertise verschiedener medizinischer Fachrichtungen profitieren können. In den vergangenen zehn Jahren haben wir dieses Modell kontinuierlich weiterentwickelt, indem wir neue diagnostische Möglichkeiten, Molekularmedizin und zunehmend personalisierte Behandlungsansätze integriert haben. Die Tatsache, dass heute Patienten aus 39 Ländern zu uns kommen, zeigt, wie wichtig der Zugang zu koordinierter, hochspezialisierter Krebsversorgung geworden ist.“ Prof. Dr. Christoph Zielinski, medizinischer Leiter, Gründer und Koordinator des WPK Academy Central European Cancer Centers.
Ein internationales Zentrum für moderne Krebsmedizin
Zehn Jahre später bietet das Center Patient:innen aus 39 Ländern Zugang zu koordinierter, multidisziplinärer Versorgung, moderner Diagnostik und personalisierten Behandlungsstrategien auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse. Für viele internationale Patient:innen ist die Entscheidung, nach Wien zu kommen, durch die Komplexität ihrer Erkrankung und den Bedarf an mehreren medizinischen Fachrichtungen innerhalb kurzer Zeit und in einem koordinierten Umfeld geprägt.
Die Entwicklung des Centers steht dabei auch für die Fortschritte in der Krebsmedizin. Krebserkrankungen nehmen in ihrer Häufigkeit zu, während die Häufigkeit der Sterblichkeit an Krebserkrankungen seit dem Jahr 2016 laufend um jährlich mehr als 2 % gefallen ist. Das ist das Ergebnis der Früherkennung von Krebserkrankungen, aber auch der Therapie, wenn einmal Krebs diagnostiziert worden ist.
Früherkennung und moderne Diagnostik bei Krebserkrankungen
Vorsorgeuntersuchungen sind deshalb besonders wichtig, um eine Erkrankung noch vor ihrem Ausbrechen zu vermeiden oder nach ihrem Auftreten möglichst früh zu erkennen, was wiederum die Heilungschancen deutlich steigert.
Ist einmal der Verdacht auf das Bestehen einer Krebserkrankung ausgesprochen worden, müssen Röntgenmethoden die Ausbreitung des Problems erfassen, die von konventionellen Methoden wie einer Mammographie über eine Computertomographie oder Magnetresonanzuntersuchung bis zur Positronen-Emissions-Tomographie (PET) reichen.
Bei Vorliegen eines dadurch erhärteten Verdachts auf eine Tumordiagnose muss in weiterer Folge eine histologische Abklärung des Geschehnisses über eine häufig minimal invasive Methode erfolgen. Solche histologischen Abklärungen sind sehr häufig mit einer molekularbiologischen Untersuchung des Tumorgewebes verbunden.
Diese letztere Methode beruht auf folgenden wichtigen Erkenntnissen: Tumoren wachsen häufig auf Grund „falscher“ oder fehlgeleiteter molekularer Signale, die dann individuell und gezielt therapeutisch beeinflusst werden können. Diesen Zugang nennt man „Präzisionsmedizin“, weil er präzise an die jeweilige Situation angepasst wird.
Präzisionsmedizin und individuelle Behandlung
Mit diesem Ziel sind seit 2010 mehr als 150 Substanzen zur Verwendung in der Klinik zugelassen worden, die erfolgreich angewendet werden. In Kombination mit operativen Eingriffen zur Entfernung von Tumoren oder deren Metastasen sowie der Strahlentherapie gelangen diese Substanzen, aber auch Immuntherapien und konventionelle Chemotherapien zum Einsatz.
Im Mittelpunkt des WPK ACECC steht dabei die interdisziplinäre Entscheidungsfindung. Innerhalb des Tumorboards legen Spezialist:innen gemeinsam die Behandlungsstrategie fest – von Operation und Strahlentherapie bis zur präzisionsmedizinischen Onkologie. Fälle, bei denen das molekulare Profil des Tumors die Auswahl der Behandlung beeinflussen kann, werden zusätzlich im molekularen Tumorboard beurteilt.
Patient:innen haben Zugang zu modernen diagnostischen Verfahren, darunter bildgebende Verfahren, minimalinvasive Biopsien, molekulare Diagnostik und Liquid Biopsies, mit denen tumorbedingtes genetisches Material im Blut nachgewiesen werden kann. Abhängig von den Eigenschaften des Tumors und dem allgemeinen Gesundheitszustand der Patient:innen kann eine individuelle Behandlungsstrategie entwickelt werden, die Operationen, Strahlentherapie, Immuntherapie, Chemotherapie und Präzisionstherapien kombiniert.
Interdisziplinäre Betreuung auf höchstem Niveau
Am Cancer Center der Wiener Privatklinik verfügen wir über alle diese modernsten Methoden der Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen, deren Einsatz interdisziplinär in Tumorboards festgelegt wird. Dies alles führt dazu, dass Patient:innen mit Krebserkrankungen in der modernsten und besten Weise vom Team, zu dem auch auf diesem Gebiet erfahrene und spezialisierte Pflege gehört, betreut und sicher durch den Erkrankungsprozess begleitet werden.
Wenn Krebs oder seine Behandlung andere Aspekte der Gesundheit betrifft, können zusätzlich Spezialist:innen aus weiteren Fachbereichen wie Kardiologie, Nephrologie, Neurologie, Dermatologie und Psychiatrie sowie Ernährungs- und physikalischer Medizin hinzugezogen werden. Dieser integrierte Ansatz ermöglicht es, den jeweiligen Fall bestmöglich zu beurteilen und auf die Komplexität der Diagnose abgestimmte Behandlungsmöglichkeiten anzubieten.
Nicht nur österreichische, sondern auch internationale Patient:innen suchen aufgrund unseres Rufs unsere Hilfe, die wir gerne in für Patient:innen oft schweren Zeiten nach bestem Wissen und Gewissen und in der Gewissheit der Befolgung internationaler Standards und der neuesten Innovationen zur Verfügung stellen.
Die nächsten Schritte nach zehn erfolgreichen Jahren
Das 10-jährige Jubiläum markiert zugleich den Beginn der nächsten Entwicklungsphase des Centers. Das WPK-Netzwerk baut seinen neuen Health Innovation Campus in der Mariannengasse in Wien auf. Dort soll die onkologische Infrastruktur durch zusätzliche Operationskapazitäten, hochmoderne Hybrid-Operationssäle, erweiterte diagnostische Einrichtungen sowie neue Räumlichkeiten für Forschung und medizinische Ausbildung ausgebaut werden.
Damit wird der Weg fortgesetzt, den das WPK Academy Central European Cancer Center vor zehn Jahren begonnen hat: hochspezialisierte medizinische Expertise, moderne Diagnostik und individuelle Therapieansätze zusammenzuführen und Patient:innen eine koordinierte Versorgung auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse zu ermöglichen.