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Kompetenzzentrum für Kardiovaskuläre

Medizin - Herz- und Gefässmedizin

Dass Herz- und Kreislauferkrankungen in modernen Industriegesellschaften bereits für beinahe jeden 2. Todesfall verantwortlich sind, ist einerseits durch Lebensstilfaktoren wie Bewegungsmangel, Rauchen und falsche Ernährung bedingt. Andererseits ist dies auch eine Begleiterscheinung der stetig steigenden Lebenserwartung: Vor hundert oder 200 Jahren wurde man häufig einfach nicht alt genug, um eine Herz- Kreislauferkrankung zu entwickeln.

Kardiovaskuläre Medizin behandelt nicht nur angeborene und erworbene Herzkrankheiten, sondern auch den Blutkreislauf und herznahe Blutgefäßen. Der Begriff „Herz-Kreislauferkrankungen“ beziehungsweise kardiovaskuläre Erkrankungen umfasst auch Bluthochdruck(Hypertonie), Schlaganfall, arterielle Verschlusskrankheit und verwandte Erkrankungen.

Das Kompetenzzentrum für Kardiovaskuläre Medizin an der Wiener Privatklinik ist spezialisiert auf Diagnose und Therapie von Herz- und Gefäßkrankheiten. Hier wird Herzmedizin und Gefäßmedizin auf dem neuesten Stand der Methoden und der Technik geboten – bis hin zum hochwertig ausgerüsteten Katheterlabor.

HIGH-TECH IN DIAGNOSTIK UND THERAPIE

Der Einsatz von High-Tech Geräten hat sich mittlerweile in allen Bereichen der Medizin durchgesetzt. Diesem Trend trägt die Wiener Privatklinik voll Rechnung und investiert laufend in modernste Technologie sowie neuestes technisches Equipment. Minimal invasive Eingriffe an Herz und Gefäßen ermöglicht die hochmoderne Angiographieanlage, zur diagnostischen Abklärung steht weiters ein MR und Multi-Slice-CT im Haus zur Verfügung.

Herzuntersuchung - die Diagnose von Herzkrankheiten

Das Herz und die Steuerung seiner Funktion sind das Thema der Kardiologie. In diesem Feld der Inneren Medizin steht heute ein breites Instrumentarium zur Herzuntersuchung und zur Diagnose von Herzfehlern und Herzkrankheiten zur Verfügung.

Herzuntersuchungen dienen zur Erkennung und Behandlung von angeborenen und erworbenen Erkrankungen des Herzens, des Kreislaufs, der herznahen Gefäße und des Herzbeutels.

Zu den gängigen Verfahren der Herzuntersuchung zählen neben dem EKG vor allem Herzecho, Herzkatheter Untersuchung und Myokardszintigrafie.

  • Das EKG (Elektrokardiogramm) registriert die bei jedem Herzschlag auftretenden elektrischen Ströme des Herzmuskels. Die Aufzeichnung dieser Impulse kann Abweichungen von der normalen Funktion anzeigen und so minutenschnell und mit wenig Aufwand wichtige Hinweise auf Herzerkrankungen oder Herzrhythmusstörungen liefern. Sonderformen zur eingehenderen Abklärung sind Belastungs- und Langzeit-EKG sowie die Spiroergometrie, die zusätzlich zur Herzfunktion auch die Atemwege unter die Lupe nimmt.
  • Im Herzecho (Herzultraschall, UKG) lassen sich mittels Ultraschallwellen Herzstrukturen (z. B. Herzmuskel, Herzklappen) sichtbar machen. Es können dadurch Erkrankungen des Herzens (Klappenfehler, Muskelerkrankungen, Narben) dargestellt und darüber hinaus auch das Ausmaß von Funktionsstörungen des Herzens erfasst werden.
  • Die Herzkatheteruntersuchung soll eine vermutete Verengung der Herzkranzgefäße, eine Pumpschwäche des Herzmuskels ungeklärter Ursache bzw. einen Herzklappenfehler abklären. Dabei wird nach örtlicher Betäubung ein dünnes Schläuchlein, der sog. Katheter, durch die Hauptschlagader zum Herz hochgeführt und die Kranzadern mit Hilfe von Kontrastmittel unter Röntgendurchleuchtung sichtbar gemacht.
  • Die Myokardszintigrafie ist eine Herzuntersuchung unter Zuhilfenahme von Kontrastmitteln um Durchblutung, Vitalität und Funktion des Herzmuskels (Myokard) zu untersuchen. Durchgeführt wird sie meist bei Verdacht auf das Vorliegen einer koronaren Herzkrankheit beziehungsweise zur Kontrolle nach Operationen.

Gefäßuntersuchungen - Gefäßkrankheiten diagnostizieren

Gefäßkrankheiten sind ein Sammelbegriff für pathologische Veränderung der Blut- oder Lymphgefäße. Sie haben viele Ursachen, viele Gesichter und unterschiedliche, aber sehr häufig gefährliche Folgen.

  • Die häufigste Form der Gefäßuntersuchung ist die Angiographie. Sie wird bei allen mit Flüssigkeit gefüllten Gefäßen (Arterien, Venen und auch Lymphgefäßen) angewandt. Das wird bezeichnet eine Gefäßuntersuchung durch Einbringen eines Kontrastmittels in das zu untersuchende Gefäß, um Röntgenbilder anfertigen zu können.
  • Als Koronarangiographie wird die Gefäßuntersuchung der Herzkranzgefäße bezeichnet.
  • Die venöse Angiographie wird auch Phlebographie genannt und kommt vor allem bei Venenproblemen im Unterschenkel zum Einsatz.

Solche Untersuchungen sind im Allgemeinen schmerzlos und erlauben die Diagnose von Missbildungen, Verschlüssen und Schäden an Gefäßen.

Gefäßkrankheiten behandeln

Gefäßkrankheiten können die vom Herzen wegführenden Adern, die Arterien, die zum Herzen hinführenden Adern, die Venen, oder Lymphgefäße betreffen.

Die verbreitetsten Gefäßerkrankungen sind die Arteriosklerose und die diabetische Angiopathie, die im Zusammenhang mit einem Diabetes mellitus, der Zuckerkrankheit, auftritt und vielfältige massive Spätfolgen verursacht, z.B. Retinopathie, Glomerulosklerose oder Neuropathie.

  • Arterielle Gefäßkrankheiten sind in 9 von 10 Fällen Arteriosklerosen, verbunden mit der Ausbildung von Engstellen (Stenosen) oder Verschlüssen. Besonders häufig und folgenschwer sind die arterielle Verschlusskrankheit (AVK) der Becken- und Beinarterien, Engstellen der Halsschlagadern, der Nierenarterien und der Eingeweidearterien. Neben solchen Verengungen verursacht Arteriosklerose auch Schwächungen der Gefäßwandstrukturen und Ausweitungen der Gefäße, sogenannte Aneurysmen, die bis zum Einreißen der Gefäßwand oder zu Embolien führen können.
  • Häufige venöse Gefäßkrankheiten sind das häufig erblich bedingte Krampfaderleiden, die chronische venöse Insuffizienz bei angeborener Schwäche des tiefen Leitvenensystems und die Venenthrombose. Als Folge von Krampfadern oder auch als Symptome einer anderen zugrundeliegenden Erkrankung kann es zur Entzündung und Gerinnselbildung in oberflächlichen Hautvenen kommen, was als Thrombophlebitis bezeichnet wird
  • Erkrankungen der Lymphgefäße sind das primäre und sekundäre Lymphödem. Ersteres ist Folge einer vererbten Schwäche oder Nichtanlage der Lymphbahnen und manifestiert sich meist im dritten bis vierten Lebensjahrzehnt, zweiteres tritt als Folge einer anderen Erkrankung auf, die auch den Lymphabfluss schädigt.
  • Als Angiodysplasien bezeichnet man Gefäßmissbildungen von Arterien, Venen oder Lymphgefäßen, welche in enormer Komplexität und Vielfalt von Symptomen vorkommen können.

Das Spezialfeld der Inneren Medizin, das sich mit der Summe der Gefäßkrankheiten beschäftigt, heißt Angiologie. Es überschneidet sich auf Grund der Vielfalt der Krankheitsbilder, Krankheitsursachen und erforderlichen Behandlungen stark mit anderen Fachrichtungen: Erkrankungen der Koronargefäße sind die Domäne der Kardiologie; Gefäßerkrankungen, die das zentrale Nervensystem betreffen, beschäftigen auch Neurologen und Neurochirurgen. Die Behandlung von Krankheiten des venösen Gefäßsystems und der Lymphgefäße gibt es Überschneidungen mit der Dermatologie und der Phlebologie. Gefäßchirurgie ist das Metier spezialisierter Chirurgen.

Generell besteht bei der Behandlung vieler angiologischer Krankheitsbilder die Notwendigkeit enger Kooperation zwischen verschiedenen medizinischen Fachgebieten. Hier liegt die besondere Stärke der Wiener Privatklinik, die höchste Kompetenz aus allen Fachbereichen in ihren Kompetenzzentren zusammenfasst.

Herzkrankheiten behandeln

Das Herz ist eine komplexe Maschinerie und kann aus den verschiedensten Ursachen und in sehr unterschiedlicher Form erkranken. Die häufigsten Herzkrankheiten und Herzfehler, die das Kompetenzzentrum für kardiovaskuläre Medizin an der Wiener Privatklinik zu behandeln hat, sind:

Koronare Herzkrankheit

Sie ist die bei weitem häufigste Herzkrankheit in Industrienationen. Neben medikamentöser Behandlung steht eine Palette von chirurgischen Eingriffen zur Disposition, hier speziell die Bypass-Operation und die minimalinvasive Ballondilatation, die heute meist mit der Implantation eines Stents verbunden wird.

Herzinsuffizienz

Die Herzinsuffizienz ist eine krankhafte Unfähigkeit des Herzens, die vom Körper benötigte Blutmenge ohne Druckanstieg in den Herzvorhöfen zu fördern. Wobei man hier eher von einem Herzfehler als von einer Herzschwäche sprechen sollte, weil nicht nur eine krankhaft verminderte Pumpfunktion, sondern auch eine gestörte Füllung des Herzens bei unbeeinträchtigter Pumpfunktion zur Herzinsuffizienz führen kann.

Man unterscheidet chronische und akute Herzinsuffizienzen.

  • Die akute Herzinsuffizienz entwickelt sich im Verlauf von Stunden bis Tagen aufgrund von Herzfrequenz- oder Rhythmusstörungen, mechanischer Behinderung der Herzkammerfüllung, Herzklappeninsuffizienzen, akuten Herzmuskelentzündungen, Lungenembolien oder Herzinfarkt.
  • Die chronische Herzinsuffizienz entsteht über Monate oder Jahre, dies oft ohne auffällige Symptome, weil der Organismus die Unterversorgung kompensiert, etwa durch schnelleren Herzschlag, Verdickung des Herzmuskels, Engstellung der Blutgefäße oder Vermehrung des Blutvolumens. Erst in einem späteren Stadium kommt es zu pathologischen Wasseransammlungen (Ödemen) und Luftnot (Dyspnoe).

So vielfältig wie die Ursachen sind die Ansätze zur Behandlung, wobei auch hier die Zusammenarbeit von Spezialisten vieler Fächer in der Wiener Privatklinik von Vorteil ist.

Herzrhytmusstörungen

Die dritthäufigste Problemstellung für die heutige Kardiologie sind Herzrhythmusstörungen, am häufigsten in Form von Vorhofflimmern, ventrikulärer Tachykardie und Kammerflimmern.

Es sind dies Störungen der normalen Herzschlagfolge, verursacht durch nicht regelrechte Vorgänge bei der Erregungsbildung und -leitung im Herzmuskel. Die Ursache kann angeborenen oder erworben sein.

Zur Erkennung der unterschiedlichen Arten und Formen von Herzrhythmusstörungen ist speziell das EKG (Elektrokardiogramm) – und hier wiederum vor allem das Langzeit-EKG – hilfreich. In Zweifelsfällen ist unter Umständen eine so genannte elektrophysiologische Untersuchung notwendig.

Nicht alle Herzrhythmusstörungen bedürfen einer Therapie. Wo eine Behandlung angezeigt ist, erfolgt sie mit frequenzregulierenden und -stabilisierende Medikamenten, durch Implantation eines Herzschrittmachers oder implantierbaren Defibrillator (AICD), durch Herzkatheter oder Bypass-Operationen.

Bypass Operation – Verfahren, Vorteile, Anwendungsmöglichkeiten
Herz-Stent – Verfahren, Vorteile, Anwendungsmöglichkeiten

Check Up

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