DEXA Scan: Was Knochendichte und Körperzusammensetzung über Ihre Gesundheit verraten
Ein DEXA Scan ist eine niedrig dosierte Röntgenuntersuchung, mit der vor allem die Knochenmineraldichte bestimmt werden kann. Das Verfahren spielt eine wichtige Rolle bei der Beurteilung der Knochengesundheit und unterstützt die ärztliche Abklärung einer möglichen Osteoporose. Je nach Untersuchungsziel und verwendetem Gerät kann eine DXA- beziehungsweise DEXA-Messung außerdem Informationen über die Körperzusammensetzung liefern – beispielsweise über die Fettmasse, die fettfreie Körpermasse und deren Verteilung in verschiedenen Körperregionen.
Damit deckt die Untersuchung zwei unterschiedliche medizinische Fragestellungen ab: Die Knochendichtemessung hilft dabei, Veränderungen der Knochenmineraldichte zu erkennen und das Frakturrisiko im klinischen Zusammenhang einzuschätzen. Die Körperzusammensetzungsanalyse ermöglicht hingegen eine differenziertere Betrachtung der Gewebeanteile des Körpers, die durch das Körpergewicht allein nicht erkennbar sind.
Doch wie funktioniert ein DEXA Scan genau? Welche Werte werden gemessen, wie läuft die Untersuchung ab und was bedeuten Ergebnisse wie T-Score und Z-Score? Auch die Frage, wo ein DEXA Scan in Wien durchgeführt werden kann, ist für viele Patient:innen relevant. Im Folgenden erfahren Sie, welche Einsatzgebiete die Methode hat, wie Messergebnisse medizinisch eingeordnet werden und worauf Sie bei der Wahl einer diagnostischen Einrichtung achten sollten.
Was ist ein DEXA Scan und wie funktioniert die Untersuchung?
DEXA steht für Dual-Energy X-ray Absorptiometry. Die Methode wird auch als DXA bezeichnet und gehört zu den etablierten bildgebenden Verfahren zur Messung der Knochenmineraldichte. Darüber hinaus kann sie, abhängig vom Untersuchungsprotokoll, zur Analyse der Körperzusammensetzung eingesetzt werden.
Das Grundprinzip besteht darin, die unterschiedliche Abschwächung von Röntgenstrahlen beim Durchtritt durch verschiedene Gewebe zu messen. Aus diesen Messdaten lassen sich quantitative Werte berechnen, die für die Beurteilung der Knochengesundheit oder der Körperzusammensetzung verwendet werden können.
Ein wesentlicher Vorteil ist die vergleichsweise niedrige Strahlenexposition. Die Untersuchung erfolgt ohne operativen Eingriff und liefert Messwerte für definierte Körperregionen. Welche Bereiche untersucht werden und welche Ergebnisse vorliegen, richtet sich nach der medizinischen Fragestellung.
Wie funktioniert ein DEXA Scan?
Bei einem DEXA Scan werden Röntgenstrahlen mit zwei unterschiedlichen Energieniveaus eingesetzt. Da Knochen, Fettgewebe und andere Weichgewebe die Strahlung unterschiedlich abschwächen, kann das Gerät die erfassten Signale analysieren und daraus quantitative Messwerte berechnen.
Bei der Knochendichtemessung wird insbesondere untersucht, wie viel Knochenmineral in einer bestimmten Fläche enthalten ist. Das Ergebnis wird üblicherweise als flächenbezogene Knochenmineraldichte angegeben. Bei einer Körperzusammensetzungsanalyse werden hingegen die unterschiedlichen Gewebeanteile des Körpers erfasst und ausgewertet.
Die Untersuchung ist nichtinvasiv. Das bedeutet, dass weder ein operativer Eingriff noch eine Injektion erforderlich ist. Während der Messung liegen die Patient:innen auf einer Untersuchungsliege, während das Gerät den vorgesehenen Körperbereich erfasst. Die genaue Durchführung hängt vom Untersuchungsziel und vom verwendeten System ab.
Zu den wesentlichen Eigenschaften der Methode zählen:
- Nichtinvasiv: Die Untersuchung erfolgt ohne operativen Eingriff.
- Niedrige Strahlenexposition: Im Vergleich zu vielen anderen Röntgenuntersuchungen ist die Strahlenbelastung gering.
- Quantitative Ergebnisse: Die Messung liefert Zahlenwerte, die medizinisch interpretiert werden können.
- Gezielte Untersuchung: Bestimmte Körperregionen können entsprechend der Fragestellung erfasst werden.
- Unterschiedliche Anwendungsbereiche: Je nach Gerät und Protokoll steht die Knochendichte oder die Körperzusammensetzung im Mittelpunkt.
Die Bezeichnungen DEXA und DXA stehen für dasselbe Verfahren. Beide Schreibweisen werden im medizinischen Alltag verwendet.
Was wird bei einem DEXA Scan gemessen?
Ein DEXA Scan kann je nach Untersuchungsziel sowohl die Knochenmineraldichte als auch Parameter der Körperzusammensetzung bestimmen. Welche Werte tatsächlich erhoben werden, hängt davon ab, ob die Untersuchung der Beurteilung der Knochengesundheit oder einer Body-Composition-Analyse dient.
Knochendichtemessung
Bei der Knochendichtemessung werden häufig die Lendenwirbelsäule und die Hüfte untersucht. Diese Messungen liefern Informationen über die Knochenmineraldichte und unterstützen die diagnostische Beurteilung einer möglichen Osteoporose.
Zu den relevanten Ergebnissen gehören:
- Knochenmineraldichte: Sie beschreibt den gemessenen Mineralgehalt des Knochens bezogen auf eine bestimmte Fläche.
- T-Score: Dieser Wert vergleicht die gemessene Knochenmineraldichte mit jener einer jungen gesunden Referenzpopulation.
- Z-Score: Dieser Wert vergleicht die Messung mit einer alters- und geschlechtsspezifischen Referenzpopulation.
Die Ergebnisse müssen im Zusammenhang mit dem Alter, der Krankengeschichte und weiteren Risikofaktoren interpretiert werden.
Körperzusammensetzungsanalyse
Bei einer Ganzkörpermessung zur Body Composition können andere Parameter im Vordergrund stehen. Dazu zählen:
- Fettmasse: die erfasste Fettmasse des Körpers.
- Fettfreie Masse: die nicht als Fett klassifizierten Weichgewebeanteile.
- Regionale Verteilung: die Verteilung der Gewebeanteile in verschiedenen Körperregionen.
- Knochenmineralgehalt: der im Rahmen der Untersuchung erfasste Mineralanteil des Knochens.
Eine DEXA-Analyse kann außerdem Unterschiede zwischen Körperregionen oder Körperseiten sichtbar machen. Die fettfreie Weichgewebemasse ist dabei nicht mit einer direkten Messung der reinen Skelettmuskelmasse gleichzusetzen.
Wichtig ist: Nicht jede DEXA-Untersuchung erfasst automatisch sämtliche genannten Werte. Entscheidend sind das Untersuchungsprotokoll und die jeweilige medizinische Fragestellung.
Wie läuft ein DEXA Scan ab und wie lange dauert er?
Ein DEXA Scan ist in der Regel eine kurze, nichtinvasive Untersuchung, bei der Patient:innen während der Messung ruhig auf einer Untersuchungsliege liegen. Die genaue Dauer hängt vom untersuchten Körperbereich, dem Untersuchungsziel und dem verwendeten Gerät ab.
Der Ablauf lässt sich grundsätzlich in mehrere Schritte unterteilen:
- Vorbereitung: Vor dem Termin erhalten Sie gegebenenfalls Hinweise dazu, was Sie beachten sollten. Informieren Sie das Untersuchungsteam über relevante medizinische Umstände und kürzlich durchgeführte Untersuchungen mit Kontrastmitteln.
- Positionierung: Sie werden entsprechend der Fragestellung auf der Untersuchungsliege positioniert.
- Messung: Das Gerät erfasst den vorgesehenen Bereich. Währenddessen sollten Sie möglichst ruhig liegen, damit die Messung zuverlässig durchgeführt werden kann.
- Auswertung: Die erhobenen Daten werden analysiert und in Messwerte umgerechnet.
- Befundbesprechung: Die Ergebnisse werden medizinisch eingeordnet. Dabei können weitere Untersuchungen oder Verlaufskontrollen empfohlen werden, sofern dies erforderlich ist.
Wann ist ein DEXA Scan sinnvoll und was sagen die Ergebnisse aus?
Die medizinische Bedeutung eines DEXA Scans hängt davon ab, welche Fragestellung untersucht wird. Bei der Knochendichtemessung steht die Beurteilung der Knochenmineraldichte im Vordergrund. Sie kann helfen, eine Osteoporose diagnostisch einzuordnen und Informationen für die Einschätzung des Frakturrisikos zu liefern.
Bei der Körperzusammensetzungsanalyse geht es hingegen darum, Fettmasse und fettfreie Körpermasse differenzierter zu erfassen. Diese Informationen können beispielsweise bei ausgewählten medizinischen, sportmedizinischen oder ernährungsbezogenen Fragestellungen von Interesse sein.
In beiden Fällen gilt: Die Messwerte sind eine Grundlage für die Beurteilung, ersetzen jedoch nicht die medizinische Gesamtbetrachtung. Welche Untersuchung sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation und der ärztlichen Fragestellung ab.
DEXA zur Knochendichtemessung: Osteoporose frühzeitig erkennen
Die DEXA- beziehungsweise DXA-Messung ist ein etabliertes Verfahren zur Bestimmung der Knochenmineraldichte und spielt eine wichtige Rolle bei der diagnostischen Beurteilung einer Osteoporose und eines erhöhten Frakturrisikos.
Osteoporose ist eine Erkrankung, bei der die Stabilität der Knochen beeinträchtigt sein kann. Die Knochenstruktur verändert sich, wodurch das Risiko für Knochenbrüche steigen kann. Eine abnehmende Knochenmineraldichte verursacht häufig zunächst keine eindeutigen Beschwerden. Deshalb bleibt die Veränderung mitunter lange unbemerkt, bis es beispielsweise zu einer Fraktur kommt.
Eine DEXA-Messung ermöglicht es, die Knochenmineraldichte objektiv zu erfassen. Besonders häufig werden dafür die Lendenwirbelsäule und die Hüfte untersucht. Die Ergebnisse können Hinweise auf eine verminderte Knochendichte geben und fließen gemeinsam mit weiteren Informationen in die ärztliche Beurteilung ein.
Eine medizinische Abklärung kann unter anderem bei folgenden Faktoren sinnvoll sein:
- In höherem Lebensalter
- Bei Knochenbrüchen nach geringer Krafteinwirkung oder einem entsprechenden Verdacht
- Familiären Risikofaktoren für Osteoporose
- Bestimmten Erkrankungen, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen
- Langfristiger Einnahme bestimmter Medikamente
- Bereits diagnostizierter Osteoporose, wenn eine Verlaufskontrolle medizinisch angezeigt ist
Ob eine Messung empfohlen wird, hängt von der individuellen Situation ab. Alter, Geschlecht, Vorerkrankungen und weitere Risikofaktoren spielen bei der Entscheidung eine Rolle. Ein allgemeines Screening ist daher nicht für alle Menschen gleichermaßen sinnvoll.
Auch ein auffälliger Messwert muss im Zusammenhang mit der Krankengeschichte und dem individuellen Frakturrisiko betrachtet werden. Die ärztliche Beurteilung entscheidet, ob weitere Untersuchungen oder Maßnahmen erforderlich sind.
T-Score und Z-Score: Wie werden DEXA-Ergebnisse interpretiert?
T-Score und Z-Score vergleichen die gemessene Knochenmineraldichte mit unterschiedlichen Referenzpopulationen. Sie erfüllen daher verschiedene Funktionen und müssen im Zusammenhang mit Alter, Geschlecht und klinischer Situation interpretiert werden.
Der T-Score beschreibt, wie stark die gemessene Knochenmineraldichte von jener einer jungen gesunden Referenzpopulation abweicht. Er wird insbesondere bei der Beurteilung einer Osteoporose bei postmenopausalen Frauen und älteren Männern herangezogen.
Der Z-Score setzt die gemessene Knochenmineraldichte hingegen in Beziehung zu einer alters- und geschlechtsspezifischen Referenzpopulation. Er kann dabei helfen, das Messergebnis im Vergleich zu Personen mit ähnlichen demografischen Merkmalen einzuordnen.
Die Unterschiede im Überblick:
| Merkmal | T-Score | Z-Score |
| Referenz | Junge gesunde Referenzpopulation | Alters- und geschlechtsspezifische Referenzpopulation |
| Vergleich | Abweichung von einem Referenzwert für junge Erwachsene | Abweichung von einem Referenzwert vergleichbarer Personen |
| Bedeutung | Wichtig für die diagnostische Beurteilung einer Osteoporose in den dafür vorgesehenen Gruppen | Hilfreich bei der Einordnung der Knochenmineraldichte im Verhältnis zu Gleichaltrigen |
Die Ergebnisse sollten dabei immer fachärztlich eingeordnet werden. Aus einem T-Score oder Z-Score allein lässt sich nicht in jeder Situation eine vollständige Diagnose ableiten. Erst die Verbindung von Messwerten, Anamnese und weiteren Befunden ermöglicht eine fundierte medizinische Beurteilung.
DEXA für die Körperzusammensetzung: Fettmasse und Muskelmasse genauer beurteilen
Neben der Knochendichte kann eine entsprechend durchgeführte DEXA-Untersuchung detaillierte Informationen über die Verteilung von Fettmasse und fettfreier Körpermasse liefern. Diese sogenannte Body-Composition-Analyse ermöglicht einen differenzierteren Blick auf den Körper, als ihn das Körpergewicht allein bietet.
Der Body-Mass-Index (BMI) setzt das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße. Er zeigt jedoch nicht, wie sich das Gewicht auf Fettmasse und fettfreie Masse verteilt. Auch eine herkömmliche Körperwaage kann diese Gewebeanteile nicht zuverlässig in vergleichbarer Detailtiefe bestimmen.
Eine DEXA-Körperanalyse kann je nach Untersuchungsprotokoll folgende Informationen liefern:
- Gesamtkörperfett: die erfasste Fettmasse des gesamten Körpers.
- Regionale Fettverteilung: die Verteilung des Fettgewebes auf unterschiedliche Körperbereiche.
- Fettfreie Masse: die erfasste Masse der nicht als Fett klassifizierten Weichgewebe.
- Seitenunterschiede: Unterschiede zwischen bestimmten Körperregionen oder Körperseiten.
- Veränderungen im Verlauf: Vergleiche zwischen mehreren Messzeitpunkten, sofern die Untersuchungen vergleichbar durchgeführt werden.
Solche Informationen können bei ausgewählten sportmedizinischen Fragestellungen, bei der Beurteilung von Veränderungen der Körperzusammensetzung oder im Rahmen medizinischer und ernährungsbezogener Verlaufskontrollen hilfreich sein.
Dabei ist eine wichtige Unterscheidung zu beachten: DEXA misst nicht direkt die reine Skelettmuskelmasse. Die erfasste fettfreie Weichgewebemasse kann Hinweise auf die Körperzusammensetzung geben, ist aber nicht mit einer direkten Messung sämtlicher Skelettmuskeln gleichzusetzen.
Auch bei der Body-Composition-Analyse ist die Interpretation vom Untersuchungsziel abhängig. Einzelne Werte sollten nicht isoliert als Beurteilung der Gesundheit, der körperlichen Leistungsfähigkeit oder des Ernährungszustands verstanden werden.
DEXA Scan in Wien: Präzisionsdiagnostik an der Wiener Privatklinik
Wer einen DEXA Scan in Wien in Betracht zieht, sollte neben der technischen Durchführung auch auf die medizinische Einordnung der Ergebnisse achten. Die Wiener Privatklinik verfügt über ein eigenes Radiology Center mit radiologischer und nuklearmedizinischer Bildgebung. Ein Schwerpunkt liegt unter anderem auf der muskuloskelettalen Diagnostik, also der Untersuchung von Knochen, Gelenken und weiteren Strukturen des Bewegungsapparats.
Die Radiologie arbeitet eng mit verschiedenen medizinischen Fachrichtungen zusammen. Dazu zählen unter anderem Orthopädie, Unfallchirurgie, Innere Medizin, Gynäkologie, Chirurgie, Onkologie, Angiologie, Kardiologie und Physikalische Medizin.
Diese Zusammenarbeit ist insbesondere dann relevant, wenn bildgebende Befunde im Zusammenhang mit Beschwerden, Vorerkrankungen oder weiteren diagnostischen Ergebnissen beurteilt werden müssen. Denn eine Messung liefert zunächst Daten, deren medizinische Bedeutung sich aus der individuellen Situation ergibt.
Welche diagnostische Untersuchung im Einzelfall geeignet ist, hängt von der jeweiligen Fragestellung ab. Bei Fragen zur Knochengesundheit empfiehlt es sich daher, die geeignete Untersuchung und deren Verfügbarkeit vor einer Terminvereinbarung abzuklären.
Worauf sollten Sie bei einem DEXA Scan in Wien achten?
Bei der Wahl einer Einrichtung für einen DEXA Scan sollten nicht nur der Standort und die Terminverfügbarkeit eine Rolle spielen. Entscheidend sind auch die fachgerechte Auswertung der Messung, eine verständliche Erklärung der Ergebnisse und die Möglichkeit, bei Bedarf weitere diagnostische Schritte zu veranlassen.
Folgende Kriterien können bei der Auswahl helfen:
- Qualifizierte medizinische Befundung: Die Ergebnisse sollten fachgerecht beurteilt und in den klinischen Zusammenhang eingeordnet werden.
- Geeignete diagnostische Ausstattung: Das verwendete Verfahren muss zur medizinischen Fragestellung passen.
- Verständliche Ergebnisbesprechung: Patient:innen sollten nachvollziehen können, was die Messwerte aussagen und welche Grenzen sie haben.
- Möglichkeit zu Verlaufsmessungen: Wenn wiederholte Untersuchungen medizinisch sinnvoll sind, sollte auf eine Vergleichbarkeit der Messbedingungen geachtet werden.
- Anbindung an relevante Fachrichtungen: Bei auffälligen Befunden oder zusätzlichen Beschwerden kann die Zusammenarbeit mit weiteren Fachbereichen hilfreich sein.
- Zugang zu ergänzender Diagnostik: Je nach Fragestellung können weitere Untersuchungen erforderlich sein.
- Klare Vorbereitungshinweise: Informationen zum Ablauf, zu möglichen Besonderheiten und zur Terminorganisation erleichtern die Planung.
Besonders wichtig ist, dass eine Untersuchung nicht allein aufgrund eines einzelnen Zahlenwerts beurteilt wird. Die Aussagekraft hängt davon ab, ob die Messung zur Fragestellung passt und wie die Ergebnisse im Zusammenhang mit anderen medizinischen Informationen interpretiert werden.
Wenn Sie sich für einen DEXA Scan interessieren, klären Sie deshalb vorab, welche Untersuchung Sie benötigen, welche Befunde Sie erhalten und wie die Ergebnisse besprochen werden.
Knochendichte im Zusammenspiel mit Orthopädie und muskuloskelettaler Diagnostik
Eine Knochendichtemessung gewinnt insbesondere dann an medizinischem Wert, wenn ihre Ergebnisse gemeinsam mit individuellen Risikofaktoren und gegebenenfalls weiteren diagnostischen Befunden betrachtet werden. Ein niedriger Messwert allein beschreibt nicht die gesamte Knochengesundheit und lässt nicht automatisch auf das persönliche Frakturrisiko schließen.
Für die medizinische Einordnung können verschiedene Informationen relevant sein: die Krankengeschichte, frühere Knochenbrüche, bestimmte Medikamente, Laborwerte und weitere bildgebende Untersuchungen. Welche ergänzenden Schritte erforderlich sind, hängt davon ab, welche Beschwerden bestehen und welche Fragestellung abgeklärt werden soll.
Hier spielt die Zusammenarbeit verschiedener Fachrichtungen eine wichtige Rolle. Das Radiology Center der Wiener Privatklinik arbeitet mit Orthopädie, Unfallchirurgie, Gynäkologie, Chirurgie, Onkologie, Angiologie, Kardiologie und Physikalischer Medizin zusammen.
Bei Beschwerden des Bewegungsapparats kann beispielsweise eine orthopädische oder unfallchirurgische Beurteilung zusätzliche Informationen liefern. Bei bestimmten hormonellen oder internistischen Fragestellungen können wiederum andere fachärztliche Perspektiven relevant sein.
Eine interdisziplinäre Betrachtung bedeutet dabei nicht, dass jede Person sämtliche Fachrichtungen benötigt. Vielmehr soll die Diagnostik auf die individuelle Situation abgestimmt werden. So können Messwerte im Kontext weiterer Befunde beurteilt und gegebenenfalls die nächsten diagnostischen oder therapeutischen Schritte geplant werden.
Moderne radiologische Diagnostik an der Wiener Privatklinik
Das Radiology Center der Wiener Privatklinik verbindet bildgebende Diagnostik mit fachärztlicher Befundung und interdisziplinärer Zusammenarbeit. Je nach medizinischer Fragestellung stehen unterschiedliche radiologische und nuklearmedizinische Verfahren zur Verfügung.
Zum Leistungsspektrum gehören unter anderem:
- digitales Röntgen
- Ultraschall
- Magnetresonanztomografie (MRT)
- Computertomografie (CT)
- PET/CT
- Nuklearmedizin
- interventionelle Radiologie
Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach der jeweiligen Fragestellung. Nicht jede Untersuchung eignet sich für jedes diagnostische Ziel. Bei Fragen zur Knochengesundheit oder bei Beschwerden des Bewegungsapparats ist deshalb zunächst zu klären, welche Methode die benötigten Informationen liefern kann.
Wenn Sie eine Untersuchung zur Beurteilung Ihrer Knochengesundheit benötigen, empfiehlt sich eine ärztliche Abklärung, um das geeignete diagnostische Vorgehen festzulegen. Für weitere Informationen zu verfügbaren Untersuchungen und zur Terminorganisation stehen Ihnen die Case Manager der Wiener Privatklinik sowie das Radiology Center jederzeit gerne zur Verfügung.
FAQs zum DEXA Scan
Was ist ein DEXA Scan und was kann damit festgestellt werden?
Ein DEXA Scan, auch DXA genannt, ist eine niedrig dosierte Röntgenuntersuchung, die vor allem zur Messung der Knochenmineraldichte eingesetzt wird. Je nach Untersuchungsprotokoll kann sie auch Informationen über die Körperzusammensetzung liefern.
Die beiden wichtigsten Anwendungsbereiche sind die Knochendichtemessung und die Body-Composition-Analyse.
Bei der Knochendichtemessung werden häufig die Hüfte und die Lendenwirbelsäule untersucht. Die Ergebnisse unterstützen die medizinische Beurteilung der Knochengesundheit und einer möglichen Osteoporose. Dabei können unter anderem die Knochenmineraldichte sowie T-Score und Z-Score relevant sein.
Bei einer Körperzusammensetzungsanalyse können hingegen die Fettmasse, die fettfreie Weichgewebemasse und deren regionale Verteilung erfasst werden.
Wie lange dauert ein DEXA Scan und wie läuft die Untersuchung ab?
Ein DEXA Scan ist eine kurze, nichtinvasive Untersuchung. Die genaue Dauer hängt davon ab, welcher Körperbereich untersucht wird und ob eine Knochendichtemessung oder eine Analyse der Körperzusammensetzung vorgesehen ist.
Vor der Untersuchung erhalten die Patient:innen gegebenenfalls Hinweise zur Vorbereitung. Anschließend werden sie auf einer Untersuchungsliege positioniert. Während der Messung sollten sie möglichst ruhig liegen, damit die Daten zuverlässig erfasst werden können.
Nach dem Scan werden die Messdaten ausgewertet. Die Ergebnisse werden anschließend medizinisch beurteilt und in einem Befund zusammengefasst. Ob und wann eine persönliche Befundbesprechung stattfindet, sollte vorab mit dem Untersuchungszentrum geklärt werden.
Informieren Sie das Untersuchungsteam über relevante medizinische Umstände sowie kürzlich durchgeführte Untersuchungen mit Kontrastmitteln. Welche Vorbereitung konkret erforderlich ist, richtet sich nach den Vorgaben der jeweiligen Einrichtung.
Was bedeuten T-Score und Z-Score beim DEXA Scan?
Der T-Score und der Z-Score sind Vergleichswerte, die bei der Interpretation einer Knochendichtemessung helfen. Sie beziehen sich auf unterschiedliche Referenzpopulationen.
| Wert | Vergleich |
| T-Score | Knochenmineraldichte einer jungen gesunden Referenzpopulation |
| Z-Score | Knochenmineraldichte einer alters- und geschlechtsspezifischen Referenzpopulation |
Der T-Score wird insbesondere bei der diagnostischen Beurteilung einer Osteoporose in den dafür vorgesehenen Personengruppen herangezogen. Der Z-Score hilft dabei, die gemessene Knochenmineraldichte mit jener vergleichbarer Personen einzuordnen.
Beide Werte müssen im Zusammenhang mit der individuellen Situation betrachtet werden. Alter, Geschlecht, frühere Knochenbrüche, Vorerkrankungen und Medikamente können die medizinische Beurteilung beeinflussen.
Ein einzelner Wert sollte daher nicht eigenständig als Diagnose interpretiert werden. Die abschließende Einordnung erfolgt durch medizinisches Fachpersonal unter Berücksichtigung der weiteren Befunde.
Wie oft sollte ein DEXA Scan zur Kontrolle der Knochendichte durchgeführt werden?
Es gibt kein für alle Patient:innen identisches Untersuchungsintervall. Wie häufig eine DEXA-Messung sinnvoll ist, hängt unter anderem von den bisherigen Messergebnissen, dem individuellen Frakturrisiko und einer möglichen Osteoporosebehandlung ab.
Für die Entscheidung können folgende Faktoren relevant sein:
- bisherige Knochenmineraldichtewerte
- Alter und individuelle Risikofaktoren
- bereits diagnostizierte Osteoporose
- frühere Knochenbrüche
- laufende Behandlung
- relevante Erkrankungen und bestimmte Medikamente
Verlaufsmessungen können helfen, Veränderungen der Knochenmineraldichte über einen längeren Zeitraum zu beurteilen. Dafür ist es wichtig, die Ergebnisse im Zusammenhang mit der bisherigen Entwicklung und den jeweiligen Untersuchungsbedingungen zu betrachten.
Sehr kurze Abstände zwischen zwei Messungen bringen nicht automatisch einen zusätzlichen medizinischen Nutzen. Ob eine erneute Untersuchung erforderlich ist und wann sie erfolgen sollte, entscheidet sich daher anhand der individuellen Situation. Das geeignete Intervall sollte ärztlich festgelegt werden.
Wo kann man einen DEXA Scan in Wien durchführen lassen?
Ein DEXA Scan wird in entsprechend ausgestatteten radiologischen beziehungsweise diagnostischen Einrichtungen angeboten. Bei der Auswahl sollten Patient:innen neben der technischen Ausstattung vor allem auf eine qualifizierte Befundung und die medizinische Einordnung der Ergebnisse achten.
Wichtige Kriterien sind eine verständliche Ergebnisbesprechung, die Möglichkeit zu medizinisch sinnvollen Verlaufskontrollen und der Zugang zu ergänzender Diagnostik, falls weitere Abklärungen notwendig sind. Auch die Zusammenarbeit mit relevanten Fachrichtungen kann bei komplexeren Fragestellungen hilfreich sein.
Die Wiener Privatklinik verfügt über ein eigenes Radiology Center mit radiologischer und nuklearmedizinischer Bildgebung sowie einem Schwerpunkt auf muskuloskelettaler Diagnostik. Das Zentrum arbeitet mit mehreren medizinischen Fachbereichen zusammen.