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Immuntherapie

Wann wird eine Immuntherapie empfohlen? Bei welchen Arten von Krebs?

Die Immuntherapie wird beim malignen Melanom und beim metastasierten malignen Melanom eingesetzt. Sehr häufig wird sie jetzt bei Lungenkrebs eingesetzt, wo sie extrem wichtig ist. Ebenso wird sie bei bestimmten Arten von Brustkrebs, Kehlkopfkrebs, Nierenkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Speiseröhrenkrebs und Magenkrebs eingesetzt. Für die Behandlung von fast jeder Krebsart kann also eine Immuntherapie angewandt werden.

Die Behandlung mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren ist derzeit für etwa 20 Indikationen zugelassen, darunter das maligne Melanom, Lungenkrebs, Nierenkrebs, spezielle Formen von Brustkrebs (so genannte „triple-negative“), Blasenkrebs, bestimmte Formen von Dickdarmkrebs, die durch entsprechende Charakterisierungen identifiziert werden können, behandlungsresistente Formen von malignen Lymphomen und allgemein Tumoren mit so genannten „mikrosatelliteninstabilen“ Merkmalen, die Tumorzellen für einen Immunangriff durch die körpereigenen Abwehrmechanismen „sichtbar“ machen.

 

Das Prinzip der Immuntherapie

Die Immuntherapie greift gezielt die Tumorzellen an und nutzt dazu das körpereigene Immunsystem. Tumorzellen zeigen sehr spezifische Veränderungen und schaffen es, sich für die Zellen des Immunsystems unsichtbar zu machen. Die Immuntherapie beseitigt diese Unsichtbarkeit.

 

Vorteile der Immuntherapie?

Es wurden bemerkenswerte Reaktionen bei metastasiertem melignem Melanom, Lungen- oder Nierenkrebs und bei vielen anderen bösartigen Erkrankungen gesehen, bei denen die Chemotherapie nicht oder nur begrenzt wirksam ist. Damit unterscheidet sich diese Behandlungsmöglichkeit von „konventionellen“ Behandlungen.

 

Nebenwirkungen der Immuntherapie?

Die Aktivierung von T-Zellen, die durch die Immuntherapie erfolgt, kann dazu führen, dass das Immunsystem auch gesundes Gewebe angreift, was dann zu den von Autoimmunerkrankungen bekannten Effekten führt. Die Nebenwirkungen können vielfältig sein, z.B. Hautveränderungen, Durchfall und Kolitis, Nervenstörungen oder endokrine Störungen. Wenn Sie sich für eine Immuntherapie entscheiden, müssen Sie diese Nebenwirkungen erkennen und entsprechend den internationalen Empfehlungen behandeln können.

 

Immuntherapie kombiniert

mit anderen Krebstherapien, z. B. mit einer Strahlen- oder Chemotherapie?

Die Immuntherapie muss häufig mit anderen Behandlungen kombiniert werden, z. B. mit Chemotherapie oder molekularer zielgerichteter Therapie. Je nach Tumormerkmalen kann außerdem vorhergesagt werden, dass die Immuntherapie besser, schlechter oder gar nicht wirkt, was eine weitere Form der „personalisierten“ Behandlung darstellt, die nicht nur auf bestimmte Diagnosen, sondern auch auf solche mit sehr eindeutigen Merkmalen abzielt. Letztendlich ist der Einsatz der Immuntherapie das Ergebnis einer Interaktion zwischen medizinischen Onkologen und Pathologen unter Berücksichtigung der gesetzlichen Bestimmungen und der lokalen Möglichkeiten im Hinblick auf die staatlichen Entscheidungen über die Kostenerstattung für diese recht teure Behandlungsmethode.

 

Wie lange sollte die Behandlung fortgesetzt werden und was sollte der Krebspatient nach der Therapie tun?

Es ist nicht komplett geklärt, wie lange eine Immuntherapie durchgeführt werden sollte. Beim metastasierten malignen Melanom wird die Behandlung in der Regel nach zwei Jahren beendet, sobald keine Metastasen mehr vorhanden sind. Bei anderen Krebsarten wird in der Regel chronisch behandelt und erst aufgehört, wenn die Krankheit fortschreitet oder problematische Nebenwirkungen auftreten. Daher sind alle Nachuntersuchungen identisch mit den Empfehlungen, die bei metastatischen Erkrankungen mit CT-Scans in relativ kurzen Abständen von meist drei Monaten gegeben werden.

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