World's Best HospitalsDiese Website verwendet Cookies,  um Ihnen den bestmöglichen Service zu gewährleisten. Durch die Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
OK

Bauchspeicheldrüsenkrebs

Was sind die wichtigsten Risikofaktoren für Bauchspeicheldrüsenkrebs? Ist das Alter ein wichtiger Risikofaktor für diese Krankheit? Was ist mit Fettleibigkeit?

Das Alter ist ein Risikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs, aber nicht veränderbar, während Fettleibigkeit und Übergewicht wichtige veränderbare Risikofaktoren sind.

Wie wird die Funktion der Bauchspeicheldrüse durch Bauchspeicheldrüsenkrebs beeinträchtigt?

Mit dem Tumorwachstum und dem Austausch von normalem Gewebe durch Krebszellen werden sowohl die exokrine als auch die endokrine Funktion der Bauchspeicheldrüse beeinträchtigt. Dies kann zu fetthaltigem Durchfall, Blähungen und Gewichtsverlust führen, da Nahrungsbestandteile nicht mehr gut verdaut werden und der Mangel an Insulin Diabetes verursacht. All diese Symptome sind Frühwarnzeichen für Bauchspeicheldrüsenkrebs und erfordern weitere Untersuchungen.

Ist es eine Erkrankung, die eine bestimmte Altersgruppe häufiger betrifft, oder hängt sie vom Geschlecht ab?

Das mittlere Erkrankungsalter für Bauchspeicheldrüsenkrebs liegt im 6. und 7. Lebensjahrzehnt, wobei Männer häufiger betroffen sind.

In welchem Stadium der Erkrankung wird Bauchspeicheldrüsenkrebs in der Regel gefunden?

Bei der Diagnose ist der Tumor oft lokal fortgeschritten und infiltriert die umliegenden Organe und Blutgefäße oder streut bei der Mehrheit der Patienten in entfernte Organe (Metastasen). Nur 25 % der Patienten gelten bei der Erstdiagnose als resektabel.

Kann Bauchspeicheldrüsenkrebs auf andere Organe im Körper übergreifen? Wenn ja, wo?

In der Regel streuen Bauchspeicheldrüsenkrebszellen in lokale Lymphknoten, in die Leber und das Bauchfell, seltener in die Lunge und selten in die Knochen.

Sind die Symptome dieser Krankheit von Anfang an spürbar? Was sind die Hauptsymptome von Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Die Diagnose wird erst spät gestellt, da atypische Symptome wie leichte Schmerzen in der epigastrischen Region, die in den Rücken ausstrahlen, Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust auftreten. Hauptsymptome sind eine schmerzlose Gelbsucht und ein erheblicher Gewichtsverlust über mehrere Wochen zusammen mit in den Rücken ausstrahlenden Oberbauchschmerzen.

Welche Tests werden zur Diagnose verwendet und welche jährlichen Screening-Tests werden empfohlen?

Die kontrastverstärkte, hochauflösende Computertomographie (CT) bietet eine hohe Ausbeute an korrekten Diagnosen bei Patienten mit Warnzeichen und ermöglicht Entscheidungen über die Resektabilität. Bluttests mit Parametern der Bauchspeicheldrüse (Amylase und Lipase), der Leber (GOT, GPT, GGT) und der Galle (Bilirubin, alkalische Phosphatase) sowie Tumormarker (CEA und CA19.9) liefern weitere wichtige Informationen. Bei unklaren Ergebnissen können weitere Untersuchungen mit kontrastverstärkter Magnetresonanztomographie (MRT) und endoskopischem Ultraschall mit Nadelbiopsie erforderlich sein.

Welche Komplikationen können bei Bauchspeicheldrüsenkrebs auftreten? Gehört Gelbsucht dazu?

Bauchspeicheldrüsenkrebs kann eine schmerzlose obstruktive Gelbsucht mit Beeinträchtigung des Allgemeinbefindens, der Leberfunktion, der Verdauung und einer Gallenwegsentzündung (Cholangitis) verursachen. Thrombose und thromboembolische Ereignisse wie die Lungenembolie werden durch die Beeinflussung des Blutgerinnungssystems durch die Krankheit verursacht (paraneoplastisches Syndrom).

Welche Behandlung wird für diese Krankheit empfohlen? Wie unterscheidet sie sich je nach Stadium des Krebses?

Die radikale Resektion des Tumors und seiner Ablagerungen ist der Schlüssel zu einer dauerhaften Heilung. Da dies jedoch nur bei einer Minderheit der Patienten (< 25 %) bei der Erstdiagnose möglich ist, zielen multimodale, interdisziplinäre Konzepte darauf ab, die Krankheit durch Chemo- und Strahlentherapie zu kontrollieren und in ein Stadium zu bringen, in dem sie nach 3 bis 6 Monaten neoadjuvanter Behandlung resektabel ist.

Was sichert den Behandlungserfolg beim Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Die radikale Resektion des gesamten Tumors mitsamt seinen Ablagerungen und die anschließende adjuvante Chemotherapie sichern den Behandlungserfolg.
Es ist wichtig, das Anfangsstadium der Erkrankung zuverlässig zu beurteilen, um die nachfolgende Behandlung entsprechend zu steuern. Wenn jedoch eine radikale Resektion aufgrund eines lokal fortgeschrittenen Tumors fraglich ist, ist eine neoadjuvante Behandlung erforderlich, um die Krankheit zu kontrollieren und in eine resektable Situation zu überführen.

Gibt es Möglichkeiten, Bauchspeicheldrüsenkrebs zu verhindern? Wenn ja, welche sind das?

Es sind nur wenige Faktoren bekannt, die das Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken, erhöhen. Dazu gehören Rauchen und Übergewicht/Fettleibigkeit. Wenn man diese Faktoren vermeidet, kann das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs gesenkt werden. Darüber hinaus können eine gesunde Lebensweise und Ernährung, häufige körperliche Bewegung und weniger Stress ebenfalls vorbeugend wirken.

 

Lernen Sie hier heute mehr über Vorsorgeuntersuchung Wien, Knieverletzungen und Immuntherapie!

Entdecken Sie Ihren Gastroenterologe Wien und Hausarzt Wien an der Wiener Privatklinik!

 

Social Media
Facebook Twitter Google Plus E-Mail