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13. March 2024
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Fortschritte in der interventionellen Kardiologie

Univ.-Prof. Dr. Christoph W. Kopp, Facharzt für Angiologie und Kardiologie, ist in diesen beiden Fächern am AKH Wien als Interventionist tätig; so auch als Belegarzt und interventioneller Kardiologe und Angiologe seit 2004 an der Wiener Privatklinik. Die größten Fortschritte in der interventionellen Kardiologie der letzten 10 Jahre liegen laut Univ.-Prof. Dr. Kopp, neben der Verbesserung und Entwicklung neuer Drug eluting Stents (DES der 3. Generation), vor Allem in der Art und Weise, wie heute endovaskulär interveniert wird.

 

Minimal invasiver vaskulärer Zugang

Das beginnt schon beim minimal invasiven vaskulären Zugang , der in >95% über die A radialis, also die Arterie am Handgelenk erfolgt und lediglich mittels Lokalanästhesie völlig schmerzlos abläuft ; zudem bietet dieser Zugang den Vorteil guter Komprimierbarkeit und damit einer geringen lokale Blutungsgefahr.

Weiters können heute grenzwertige Verengungen der Herzkranzgefäße – die für das freie Auge nicht klar als wirksam eingeschätzt werden können, mittels Druckgradienten-Messung (Fractional Flow Reserve, FFR) objektiviert werden. Dies führt insbesondere bei Mehrgefäßerkrankungen häufig zu einem Strategiewechsel und erleichtert die Entscheidung im « Herzteam » ob dem Patienten primär eine endovaskuläre oder herzchirurgische Strategie entsprechend den Leitlinien der europäisch kardiologischen Gesellschaft empfohlen werden soll.

Den nächsten Schritt in Richtung « besseres Outcome » von koronaren wie peripheren Interventionen stellen die IVUS* bzw. OCT** gestützten Interventionen dar, um Läsionen, Gefäßdurchmesser, Enjaltungsgrad und Landungszonen für den Stent zu charakterisieren. Da unsere Patienten immer älter werden und häufig eine hohen Grad an Gefäßverkalkung aufweisen, kommen neue Techniken wie die endovaskuläre Lithotrypsie (Shockwave) , Rotablation (eine Bohrtechnik mit Diamantbohrkopf) und Culng Ballone, die Kalkspangen brechen können, immer häufiger zum Einsatz. Insbesondere bei inoperablen betagten Patienten mit 3 Gefäßerkrankungen ist in selektierten Fällen auch die periinterventionelle Herzkreislaufunterstützung mittels Impella von 3-5l/min Herzzeitvolumen ein Sicherheitsfaktor.

 

Ein großer Schritt in der Therapie der Herzschwäche

Im klinischen Alltag erleichtern uns Kardiologen und Angiologen ein ungeahntes Armentarium an blutfett- und blutdruck-senkenden Medikamenten, Antidiabetika, Plättchenhemmer und neue orale Antikoagulantien die Aufgaben der Primär- und Sekundärprevention , um die Prognose und Lebensqualität unserer Patienten zu verbessern. Einen großen Schritt in der Therapie der Herzschwäche haben nicht nur neue Kombinationen an Medikamenten, Synchronisationsdevices wie Defis (CRTD) und Schrittmacher (CRTPM), sondern auch die minimalinvasive endovaskuläre Therapie der häufig assoziierten HerzKlappen-Erkrankung wie der transaortale Klappenersatz (TAVI) bei Aortenklappenstenose oder der Mitral-Clip bei Mitralklappenschluss-Schwäche gebracht.

Die Ablation als Therapie der weltweit häufigsten Rhythmusstörung – dem Vorhofflimmern, dessen Ursprung 1998 als ektopes Feuer aus überdehnten Lungenvenen beschrieben wurde – kann heute ohne Hitzeentwicklung mittels Pulsfeld-Elektroporation erzielt werden. Die so erreichte Pulmonalvenenisolation zur Unterbrechnung der pulmovenösen Reizleitung hat bereits Einzug in den Alltag der elektrophysiologischen Therapie von Vorhofflimmern gefunden und ist dabei das thermoelektrische Verfahren der Radiofrequenzablation abzulösen.

Die Kardiologie und Angiologie an der Wiener Privatklinik steht naturgemäß in enger Zusammenarbeit mit dem Herzteam an der Universitätsklinik Wien, zur optimalen Betreuung unserer Patienten.

Univ.-Prof. Dr. Christoph W. Kopp, Facharzt für Angiologie und Kardiologie, ist in diesen beiden Fächern am AKH Wien als Interventionist tätig!

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